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Faire Natursteine auf Saarbrücker Friedhöfen

Saarbrücken schreibt als eine der ersten deutschen Kommunen in seiner Friedhofssatzung Grabmale aus fairem Handel vor.

Grabmale in Saarbrücken stammen aus fairem Handel

Fh Güdingen-alt

Friedhof Güdingen

Die Saarbrücker Friedhofssatzung regelt seit 2011 in einem ergänzten Passus, dass Grabmale aus fairem Handel stammen und ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt sein müssen. Damit soll Einfluss genommen werden auf die menschenunwürdigen Bedingungen, die bei der Herstellung und Bearbeitung von Natursteinen vor allem in Indien gang und gäbe sind.

Außer auf Friedhöfen finden sich viele dieser mit  Kinderelend verbundenen Steine auch in Privathäusern und –gärten. Deshalb sollte jedeR beim Kauf zum Beispiel in den Baumärkten auf Siegel wie Xertifix, Fair stone oder SA 8000 achten.1

Auszug aus der Saarbrücker Friedhofssatzung

§ 19 Gestaltungsgrundsätze

(1) Jede Grabstätte ist - unbeschadet der besonderen Anforderungen für Abteilungen mit allgemeinen und besonderen Gestaltungsvorschriften - so zu gestalten und so an die Umgebung anzupassen, dass die Würde des Friedhofes in seinen einzelnen Teilen und in seiner Gesamtlage gewahrt wird. Es sind stehende oder liegende Grabmale zulässig, Die Maße der Grabmale sind in Anlage 1 festgelegt. Die Standsicherheit orientiert sich an den Versetzrichtlinien des Bundesverbandes des deutschen Steinmetz-, Stein- und Holzbildhauerhandwerks in der jeweils gültigen Fassung. Kunststoffe und Kunststoffverbindungen sind nicht zugelassen. Die Friedhofsverwaltung steht jederzeit für Beratungen zur Verfügung.

(2) Es dürfen nur solche Grabsteine und Grabeinfassungen verwendet werden, die nachweislich aus fairem Handel stammen und ohne ausbeuterische Kinderarbeit im Sinne der ILO-Konvention 182 hergestellt sind.