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Fair Trade in der Stadtverwaltung

Bereits seit den 1980er Jahren unterstützt die Verwaltung die Städtepartnerschaft mit Diriamba (Nicaragua) und wirbt ab 1999 im Rahmen der Agendagruppe "Saarbrücken in der Einen Welt" für fairgehandelte Produkte. Seit 2002 finanzieren städtische Mitarbeiter durch die Rest-Cent-Aktion das Mittagessen von Vorschulkindern in Diriamba.

Stadtverwaltung Saarbrücken engagiert sich für Fairen Handel

Chronologie

Seit den 1980er Jahren unterstützt die Verwaltung im Rahmen der "kommunalen Entwicklungsarbeit" den Diriamba-Verein e.V., der eine Städtepartnerschaft zwischen Diriamba (Nicaragua) und Saarbrücken anstrebt.

1999 bis 2003 im Rahmen des Agendaprozesses Arbeit einer Agendagruppe „Saarbrücken in der Einen Welt“, die für fair gehandelte Produkte wirbt.

Seit 2002 beteiligen sich viele städtische Mitarbeiter durch die Rest-Cent-Aktion an der Unterstützung eines Projektes in Nicaragua. Rest-Cent bedeutet, dass die CentBeträge ihres Gehalts (also alles hinter dem Komma stehende) monatlich automatisch zu Gunsten des Projektes “Nahrungsmittelhilfe für Vorschulkinder in Diriamba” abgebucht werden.

2003 Stadtratsbeschluss: Einführung von fair gehandeltem Kaffee und fairen Präsenten in der Stadtverwaltung

2008 Stadtratsbeschluss: Ausschluss von ausbeuterischer Kinderarbeit bei der Beschaffung von Waren. Daraufhin Änderung der Vergabegrundsätze („Berücksichtigung finden nur Produkte, die ohne ausbeuterische Kinderarbeit im Sinne der ILO-Konvention 182 über die schlimmsten Formen der Kinderarbeit hergestellt sind, bzw. Produkte deren Hersteller oder Verkäufer aktive zielführende Maßnahmen zum Ausstieg aus der Kinderarbeit eingeleitet haben. Bei Produkten, die in Asien, Afrika oder Lateinamerika hergestellt oder verarbeitet worden sind, ist dies durch die Zertifizierung einer unabhängigen Organisation oder eine entsprechende Selbstverpflichtung nachzuweisen.“)

Konkret sind dies folgende Siegel: Rugmark (Teppiche), Transfair, FLP (Schnittblumen), Xertifix (Natursteine, Grabsteine).

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2009 Stadtratsbeschluss: Einführung eines fair gehandelten Kaltgetränks (Orangensaft) bei städtischen Veranstaltungen (ca. 200 pro Jahr, im Schnitt jeweils 6 bis 8 Liter Saft)

Januar 2009 Bildung einer Steuerungsgruppe „Fair Trade“ im Rahmen Fairtradetown-Bewerbung.

2.4.2009: Saarbrücken wird erste Fairtradetown in Deutschland.

Juni 2009: Anschreiben der Oberbürgermeisterin an alle größeren Unternehmen in der LHS und die städtischen Beteiligungen mit Bitte um Prüfung der Einführung fair gehandelter Produkte. In einigen städtischen Tochterunternehmen werden Fairtrade-Produkte eingeführt, inzwischen auch z.B. bei Fa. Adler usw.

September 2009: Fleurance Laroppe, die Leiterin der Steuerungsgruppe fairtrade town erhält in Berlin den ersten „fair trade award“ von transfair für ihr herausragendes Engagement.

16.9.2009 Die Bewerbung Saarbrückens mit 10 Projekten im Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“ wird  mit dem zweiten Platz und einem Preisgeld von 20.000 € honoriert.

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2011 wird die Saarbrücker Friedhofssatzung um einen Passus ergänzt, nachdem nur solche Grabsteine und Grabeinfassungen verwendet werden dürfen, die nachweislich aus fairem Handel stammen und ohne ausbeuterische Kinderarbeit im Sinne der ILOKonvention 182 hergestellt sind.

Im Jahr 2011 hat sich die LHS mit 40 Projekten bei dem Wettbewerb beteiligt und erneut den zweiten Platz belegt, der mit 25.000 € Preisgeld verbunden war.

Am 25.5.2013 ist Saarbrücken eine von 16 Städten, die den ersten Deutschen Entwicklungstag (DET) mitveranstalten.

Am 15.9.2014 gewinnt Saarbrücken den 3. Preis für Migration und kommunale Entwicklungszusammenarbeit bei "Kommune bewegt Welt" von Engagement Global.

2015 wird Saarbrücken gekrönt als Hauptstadt des Fairen Handels (amtierend bis 2017)

2017 Saarbrücken stellt 2 Koordinatoren für kommunale Entwicklungspolitik ein, um SDGs und Fairen Handel in der Stadt voranzutreiben.